»Ohne Open Source kein Internet«

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Mit dem Start von Windows 7 wirft Microsoft alles in die Waagschale, was Entwickler und Produktstrategen aufzubieten haben. Windows 7 soll zum besten Betriebssystem werden, das Microsoft jemals gemacht hat. Für Unternehmen ist der Umstieg fast unvermeidlich.
Einfachere Bedienung, effizientes Arbeiten und bessere Performance, das sind laut Microsoft die Vorteile von Windows 7. Doch das waren auch die angeblichen Vorteile von Windows Vista und von Windows XP. Und von Windows Me. Und von Windows 98. Was also ist wirklich neu?
Zweimal sind Microsofts Marketing-Kampagnen schon gescheitert, zuerst bei Windows Me und dann bei Windows Vista. Einen dritten Flop kann sich das Unternehmen kaum leisten. Heute, am 22. Oktober ist offiziell der weltweite Start von Windows 7. Experten und IT-Profis diskutieren in diesen Tagen über nichts lieber als darüber, ob Windows 7 wieder an einstige Erfolge auf dem Desktop-Markt anknüpfen kann.
Neue Features wie intuitive Bedienung, neue Oberfläche und Multitouch-Unterstützung zielen in erster Linie auf den Consumermarkt, haben für Unternehmen aber allenfalls zweitrangige Bedeutung. IT-Manager suchen daher nach den Funktionen, die im Geschäftsalltag handfesten Nutzen bringen. Das sind die neuen Features, mit denen Windows 7 glänzen soll:
• Search Federation - Suche über verschiedene Quellen
Soll das Suchen über diverse Quellen hinweg wie Festplatte, Netzwerk und Internet vereinfachen. Außerdem fasst Windows 7 in der Suchfunktion gleiche Dateitypen in Bibliotheken zusammen. So werden dem Anwender beispielsweise Bilder, die in mehreren Ordnern verstreut liegen, in einer einzigen Ansicht präsentiert. Durch Filter kann der Nutzer die Suche noch weiter eingrenzen.
• Branch Cache - Schneller Zugriff aufs Netzwerk aus allen Niederlassungen
Ein Speicherpuffer erleichtert Downloads von File und Webservern. Das entlastet auch Netzwerk-Ressourcen.
• Direct Access - Remote Zugriff mobiler Mitarbeiter
Die Technik soll einem direkten und nahtlosen Netzwerkzugriff von inner- und außerhalb des Unternehmens ermöglichen. Und sie soll umgekehrt die Verwaltung der Clients durch die IT-Abteilung erleichtern.
• Bitlocker und Bitlocker to go - Datensicherheit bei USB-Sticks
Wenn Bitlocker aktiviert ist, wird das Laufwerk, auf dem sich Windows und die Daten befinden, verschlüsselt. Jede neue Datei wird beim Speichern automatisch verschlüsselt. Bitlocker to go erlaubt die Sperrung von externen Geräten wie USB-Sticks oder USB-Festplatten. Dieses Feature ist aber nur in der Ultimate-Version enthalten.
• Applocker - Kontrolle der Anwendungen
Verhindert den Start unerwünschter Anwendungen im Netzwerk. Der Admin kann dies in der Policy sehr differenziert einstellen. Er kann beispielsweise festlegen, dass Mitarbeiter von einer Anwendung bestimmte Versionsnummern aufrufen oder herunterladen können und andere nicht.

Die Funktion Bitlocker verschlüsselt die Daten auf dem Laufwerk. (Bild: Microsoft)
Auch technisch hat sich beim neuen Betriebssystem einiges getan. Die Entwickler haben die Bootzeit verkürzt und die Reaktionsgeschwindigkeit bei Startmenü und Taskbar erhöht. Außerdem ist Windows 7 auf bis zu 256 Prozessoren skalierbar.
Die 64-Bit-Unterstützung wurde dahingehend verbessert, als nur noch solche Peripherie-Geräte das Logo »Ready for Windows 7« erhalten, die auch 64 Bit unterstützen. Die Microsoft-Strategen sind der Meinung, dass 64 Bit in den nächsten Jahren auf dem Massenmarkt einziehen wird.
Einfache Bedienung und Windows-XP-Modus
Daneben stellt Microsoft auch die einfache Bedienung des Betriebssystems in den Vordergrund. Damit zielt das Softwarehaus auf eine zentrale Sorge aller IT-Verantwortlichen. Denn eine neue Software bedeutet auch immer einen gewissen Trainings- und Schulungsaufwand für die Mitarbeiter. Dieser Aufwand soll durch die intuitive Benutzerführung klein gehalten werden.

IT-Admins haben allerdings noch eine zweite Sorge. Neun von zehn Firmenrechnern haben nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Softchoice Windows XP auf ihren Rechnern installiert. Werden die auf dieses Plattform bewährten Anwendungen problemlos unter dem neuen Betriebssystem laufen? Speziell dafür haben die Entwickler einen Windows-XP-Modus eingebaut, der eben das gewährleisten soll.
Einen weiteren Bericht zum XP-Modus und zu neuen Features in Windows 7 finden Sie auf den Seiten von PC Professionell (siehe Weblinks am Ende des Artikels).
Um ganz zögerliche IT-Manager zu überzeugen, bietet Microsoft sogar eine 90-Tage-Trialversion von Windows 7 Enterprise an.

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