Business in Echtzeit: IBM führt Power7-Architektur ein

  • Datum 28-02-2010
  • Von Mehmet Toprak

Die neuen Power7-CPUs bringen bis zu 4mal mehr Leistung als die Chips der Vorgängergeneration. Im Mittelpunkt der Technik-Plattform stehen aber auch Funktionen wie Energiemanagement, Flexibilität und Skalierbarkeit.

Unter den tausenden Herstellern, die sich in der IT-Branche tummeln, gibt es nur eine Handvoll, die genügend Einfluss haben, den Lauf der IT-Welt wirklich zu prägen. Im Hardware-Bereich hat Intel mit seinen immer leistungsfähigeren Prozessoren die Entwicklung der Desktop-PCs maßgeblich geprägt. Bei der Software ist es Microsofts Windows, das den Umgang mit PC und Bedienoberfläche für lange Zeit beherrschte. Microsofts Einfluss ist in den letzten Jahren allerdings geschwunden. Dafür gibt Google im Internet den Ton an.

Im Business-Bereich ist es nach wie vor IBM, dessen neue Produkte und Services die Trends setzen. Darum ist die neue Power7-Architektur einen genaueren Blick wert.

IBM-Manager Ralf Fischer leitet das Entwicklungs-Labor in Böblingen. Hier bei der Präsentation in München.

Echtzeit-Analyse

Seit Einführung der RS/600-Serie im Jahr 1990, damals noch mit einem 20 MHz-Prozessor, ist die Power Architektur mittlerweile in der siebten Generation angelangt und feiert den zwanzigsten Geburtstag. Power7 soll Unternehmen für die Aufgaben der nächsten Jahre fit machen. Dabei sieht IBM vier ganz grundlegende Trends.

Erstens geht es in Zukunft laut IBM darum, Daten in Echtzeit zu analysieren, um schneller regieren zu können.

Zweitens müssen die Systeme so flexibel sein, dass sie sich an ganz unterschiedliche Anwendungen und Aufgaben anpassen. Damit lassen sich einerseits sehr rechenintensive Anwendungen, andererseits Anwendungen, die Parallel Prozessing benötigen, gleich gut bewältigen.

Drittens muss die Rechenleistung der Hardware sehr gut skalierbar sein.

Viertens spielt das Thema Energieeffizienz eine entscheidende Rolle.

Ein 300-Millimeter großer Wafer für die Power7-CPUs. (Foto: IBM)

Business-Analytics als Killer-Applikation
Als Killer-Applikation der Zukunft gilt den IBM-Managern Business-Analytics, Anwendungen also, die sehr viele Daten aus ganz verschiedenen Quellen blitzschnell verarbeiten und damit helfen, schnell zu Entscheidungen zu kommen. Auch für solche Anwendungen wurde die Power7-Architektur optimiert.

Meinungen

Virtualisierung: Nicht immer nützlich

Virtualisierung liegt im Trend. Nach der Server-Virtualisierung geht es nun um Storage, Desktops und Anwendungen. …

weitere Meinungen »