Das Ende der Flaschenhälse

  • Datum 14-10-2008
  • Von Frank Herold

Gegen die Datenflut gibt es kein Mittel. Wohl aber gibt es Technologien, die es einfacher machen, damit umzugehen. Deduplizierung lässt die Informationen intakt, reduziert aber das Datenvolumen erheblich.

Genug Speicherplatz gibt es eigentlich nicht, kaum hat man einen neuen Speicherbereich ausgewiesen oder angeschafft, wird er auch schon gefüllt – meist mit unstrukturierten Daten wie E-Mails, die laut Enterprise Storage Forum ein jährliches Wachstum von rund 25 Prozent vorlegen. Eine einfache Rechnung zeigt, vor welcher Herausforderung die Unternehmen tatsächlich stehen: Bei einer Datenvorhaltung von einem Jahr für wöchentliche Backups und zehn Tagen für inkrementelle Backups würde ein einziges Terabyte Daten während seiner Lebensdauer eine Speicherkapazität von ca. 53 TB verschlingen. Die Verwaltung und Lagerung dieser Daten kosten nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Strom, Kühlung und Platz.

Doch das Problem geht noch weiter. Administratoren in Unternehmen mit mehreren Niederlassungen können ein Lied davon singen: Die Probleme beginnen meist in der lokalen Speicherung auf Band. Wer ist dafür verantwortlich – kann der das? Wo bzw. wie sollten die Bänder gelagert werden? Und aus Sicherheits- und Kostengründen sollten die Daten auf jeden Fall zentral gespeichert werden. Doch wie kommen die Daten für Disaster Recovery zum Rechenzentrum oder zu einer weiteren Lokation? In mehr als der Hälfte aller Fälle werden die Medien über die Straße transportiert – nicht immer der schnellste oder sicherste Weg. So liest man immer wieder von verloren gegangenen Bändern oder auch von ungleichen Datenständen und verzögerter Sicherung. Kein Wunder also, dass Unternehmen und Anbieter nach neuen Wegen der zentralen Datensicherung suchen.

Remote Replikation wird im Zuge der wachsenden Anforderungen an Compliance immer wichtiger. Rund sieben Prozent aller Unternehmen schicken das Backup sofort über WAN zum Rechenzentrum, zwölf Prozent replizieren das lokale Backup aus Sicherheitsgründen über WAN zum Rechenzentrum (Enterprise Strategy Group).

Die Übertragung der Daten über eine Standard WAN-Leitung jedoch dauert. Und: Die Datenflut kann durchaus die ohnehin kontinuierlich schrumpfenden Backup-Fenster überfordern. 1 TByte über eine normale 2-MBit/s-WAN-Verbindung zu schicken, kann bis zu 50 Stunden dauern. Immer öfter sind aber Multi-Terabyte-Volumina zu sichern. Das kann leicht einmal das WAN für die regulären Aufgaben außer Gefecht setzen.

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